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Slider Bild - CC BY-NC-ND 4.0
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Figürliche Pfeife aus schwarzem Ton

Sammlung Braun
r 2018 / 18472
Bereitstellende Institution
Museen Stade
Sammlungsbereich
Sammlung Braun
Inventarnummer
r 2018 / 18472
Titel
Figürliche Pfeife aus schwarzem Ton
Maße
Höhe: 9cm, Länge: 18,3cm
Material
Ton
Zitierlink
https://www.amani-stade.gbv.de/item/ms_360e6095-8848-447b-8bbc-90d89e34eb70
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Einzelobjekt / Objektgruppe
Einzelobjekt
Klassifikation
Rauchutensilien  
Herstellung
Zeit
bis 1905-09-06
Person/Institution
  • Person, unbekannt (Hersteller*in)
  • Missionsstation Hohenfriedeberg (Auftraggeber*in)
Ort
  • Mlalo
Kauf / Verkauf
Zeit
1905-09-06
Beschreibung
"Mittwoch d. 6. September 1905 [unterstrichen] [...] – Da nach meiner letzten Bitten, [?] Ausstellungsgut von Zanzibar ankam, gelangte ich dadurch in den Besitz einiger Tongegenstände, die ich dort [?] & [?]: 1. Tabakpfeife, schön verzierter schwarzer Kopf (3 Rup) [Zeichnung] 2. ebenso. Als Vorlage muss ein [?] gedient haben (3 Rup.) [Zeichnung] 3. Aschenbecher (2 Rp). [Zeichnung] 4. N* [1] [Zeichnung] 5. Götzenbild (1 Rup.) [Zeichnung]" [1] Das N-Wort (N*) ist eine stark rassistische Fremdbezeichnung für Schwarze Menschen. Der Begriff entstand im Zusammenhang mit ""Rassen""theorien und ist eng mit der Geschichte von Sklaverei und Kolonialismus verbunden. In der Abschrift von Originalquellen wurde er nicht übernommen, sondern als ein rassistisch abwertender, verletzender Begriff kenntlich gemacht.
Person/Institution
  • Person, unbekannt (Verkäufer*in)
  • Braun, Karl (* 1870 † 1935) (Käufer*in)
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Ort
  • Zanzibar
Inventarisierung
Zeit
nach 1905-09-06
Beschreibung
"28. Tabakspfeife, schwarzer Ton / Amani, 6. Sept. 1905 = 3 Rp. / TB. 45,95 (wie oben!) [Zeichnung]" ["solche Gegenstände werden auf der Mission Mlalo hergestellt, Gekauft in Zanzibar."]

Quelle: Museen Stade, r 2018 / 18566
Verfasser: Karl Braun
Person/Institution
  • Braun, Karl (* 1870 † 1935) (Inventarisierer*in)
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Alte Inventarnummern
  • 28
Nachlass
Zeit
1934-07-17
Beschreibung
Im Jahr 1934 übergab der vormalige Leiter der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft Karl Braun (1870-1935) der Hansestadt Stade, bzw. ihrem Repräsentanten, dem damaligen Bürgermeister Hans Arthur Meyer (1884–1961), die sogenannte „Kolonialsammlung Braun“. Siehe hierzu die Akte „Überlassung einer Kolonialsammlung vom Oberregierungsrat Professor Dr. Karl Braun in Stade an die Stadt Stade“ am Niedersächsischen Landesarchiv Standort Stade.

Quelle: Niedersächsisches Landesarchiv Standort Stade, Dep. 10 Nr. 03025
Person/Institution
  • Braun, Karl (* 1870 † 1935) (Geber*in)
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  • Hansestadt Stade (Nehmer*in)
  • Hans Arthur Meyer (1884 - 1961) (Nehmer*in)
Ort
  • Stade
Leihgabe
Zeit
1997-02-17
Beschreibung
Im Jahr 1997 schließt der damalige Stadtarchivar Jürgen Bohmbach einen Dauerleihvertrag mit dem Museumsverein Stade e.V. ab, den der damalige Direktor Gerd Mettjes unterzeichnet. Danach geht die Sammlung von Karl Braun in die Obhut des Museumsvereins Stade e.V. über.

Quelle: Museen Stade, Vereinbarung Leihgabe "Brauns'sche Kolonialsammlung"
Person/Institution
  • Hansestadt Stade (Leihgeber*in)
  • Bohmbach, Jürgen (* 1944) (Leihgeber*in)
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  • Museum Schwedenspeicher (Leihnehmer*in)
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  • Mettjes, Gerd (Leihnehmer*in)
    GND Explorer
Ort
  • Stade
Wissenschaftliche Bearbeitung:
Zeit
2023-09-09
Beschreibung
I: OK, danke. Fahren wir mit dem nächsten Foto fort. Hier habe ich ein weiteres Foto mit der Bezeichnung 2018_18472_1. Können Sie erkennen, was darauf zu sehen ist? R: Es sieht ähnlich aus wie das vorherige, ist aber stärker verziert. Man sieht, dass es hier eine Halterung gibt. Es gibt keine Schnur, man kann hier den Finger hineinstecken. Man sieht, dass es ein Loch gibt. Es wurde verziert, um Kunden anzulocken. Aber dieser Teil zum Einfüllen des Tabaks ist separat. Ich sehe, dass dieser Teil hier oben zum Einfüllen der Holzkohle dient. I: Dieser Teil ist also zum Einfüllen der Holzkohle? R: Hier kommt die Holzkohle hinein und hier hält man es fest. I: Ich glaube, unter diesen Vikos ist das hier dasjenige, das man hier sehen kann. R: Das Problem hier ist, dass er auf der Seite liegt. Wie soll die Holzkohle so an ihrem Platz bleiben? I: Vielleicht ist das einfach das Design. R: Das war einfach ihr Design. I: Es sieht aus, als wäre da ein menschliches Gesicht. R: Dieser hier wurde so gestaltet, dass er wie ein Abzug einer Waffe aussieht. I: Er wurde mit einem menschlichen Gesicht verziert, und der „Kiko” sieht aus wie eine Waffe. Für welche Art von Menschen war das wohl gedacht? R: Das wurde für reiche Leute hergestellt. I: Für wen war das wohl gedacht, während der Zeit der Missionare? R: Das war für Weiße gedacht. Hier ist der Kopf, wo man Holzkohle und Tabak hineinlegt. Dieser Kopf war verziert, aber er ist immer noch derselbe. Er wurde verziert, um zu einem hohen Preis verkauft zu werden. I: Wenn Sie es sich ansehen, woraus glauben Sie, ist es hergestellt? R: Ich glaube, die Weißen haben das gemacht. Wir Afrikaner können so etwas nicht herstellen, weil es so viele Verzierungen gibt. Wir verzieren zwar, aber nicht so. Die Weißen haben es den Afrikanern zum Verkauf gebracht. I: Wenn Sie es sich genau ansehen, glauben Sie, dass es sich um Mpingo oder Ton handelt, wie Sie gesagt haben? R: Sie haben diesen Baum geschnitzt und so verziert. Es gibt bestimmte Gegenstände, die verwendet werden, um es attraktiv zu machen. Man hält es hier fest, steckt einen Finger hier hinein und zieht so daran. Wenn man die Holzkohle hier hineinlegt, wird der „Kiko” angehoben. I: Muss man sich beim Rauchen ein wenig hinlegen? R: Nein, das war so vorgesehen. Man kann nicht im Liegen rauchen. I: Wenn man es auf den Markt bringen würde, um es zu verkaufen, und jemand käme, der „Kiko” benutzt, für wie viel könnte man es verkaufen? R: Es könnte etwa fünfzehntausend bringen, weil es aufwendiger verziert ist.

Quelle: Amani-Stade Project / Mlalo Field Research, Interview No. 05
Verfasser: I: Mohamed Seif, R: Anonymous
Person/Institution
  • National Institute for Medical Research (NIMR) (Auftraggeber*in)
  • unknown actor (wissenschaftlicheR BearbeiterIn)
Ort
  • Mlalo

Interne Objektreferenz

Figur aus schwarzem Ton

Figur aus schwarzem Ton

r 2018 / 18456
Interne Objektreferenz
in Zusammenhang mit
Figur, figürlicher Aschenbecher

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r 2018 / 18494
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Büste aus schwarzem Ton

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r 2018 / 18531 b
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Figur aus schwarzem Ton

Figur aus schwarzem Ton

r 2018 / 18531 a
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in Zusammenhang mit
Urheber der Objektdaten
Museen Stade
Lizenz
Creative Commons Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung 4.0mehr erfahren
In Portal übernommen am
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